Die Republik Bergkarabach existierte von 1991 bis 2024 als de facto unabhängiger Staat im Südkaukasus, obwohl sie international nicht anerkannt wurde.1991. 2. September: Auf einer gemeinsamen Sitzung der Autonomen Region Bergkarabach und der benachbarten Region Saumian wurde die Republik Bergkarabach ausgerufen. Dieser Schritt wurde von Aserbaidschan nicht anerkannt. Nach der Unabhängigkeitserklärung eskalierten die Spannungen zwischen dem mehrheitlich armenischen Bergkarabach und Aserbaidschan und führten zu einem blutigen Krieg. Im Krieg verteidigte Bergkarabach mit Unterstützung Armeniens erfolgreich seine Gebiete und besetzte auch die umliegenden aserbaidschanischen Gebiete. Unter Vermittlung Russlands wurde ein Waffenstillstandsabkommen erzielt, das de facto die Unabhängigkeit Bergkarabachs und der von armenischen Streitkräften kontrollierten Gebiete festschrieb. Trotz des Waffenstillstands konnte der Konflikt um den Status Bergkarabachs nicht gelöst werden. Die internationale Gemeinschaft betrachtete das Gebiet weiterhin als Teil Aserbaidschans. Bergkarabach entwickelte eine eigene Regierungsstruktur, Armee und andere staatliche Institutionen. Seine Wirtschaft war in hohem Maße auf die Unterstützung Armeniens angewiesen. Die Bevölkerung des Gebiets war überwiegend armenisch. An den Grenzen kam es regelmäßig zu kleineren Zusammenstößen zwischen aserbaidschanischen und armenischen Streitkräften.2020. Am 27. September startete Aserbaidschan eine groß angelegte Militäroffensive gegen Bergkarabach. Mit modernen Waffen ausgerüstete und von der Türkei unterstützte aserbaidschanische Streitkräfte haben bedeutende Gebiete zurückerobert, darunter die strategisch wichtige Stadt Susa (armenisch: Հայերենի Հայերեն).2020. Am 9. November wurde unter Vermittlung Russlands ein weiteres Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Infolgedessen verlor Bergkarabach die umliegenden aserbaidschanischen Gebiete, die es seit 1994 innehatte. Zudem übernahmen russische Friedenstruppen die Kontrolle über den Latschin-Korridor und stellten dessen Verbindung zu Armenien sicher. Der Krieg im Jahr 2020 schwächte die Position Bergkarabachs erheblich. Die aserbaidschanische Blockade des Lachini-Korridors im Jahr 2022 führte zu einer humanitären Krise in der Region. Im September 2023 startete Aserbaidschan eine weitere Militäroffensive, die zur Kapitulation der Führung von Bergkarabach führte. Am 28. September unterzeichnete der Präsident der Republik Bergkarabach ein Dekret zur Auflösung aller staatlichen Institutionen der Republik mit Wirkung vom 1. Januar 2024. Nach der Offensive 2023 floh die überwiegende Mehrheit der armenischen Bevölkerung Bergkarabachs nach Armenien. Am 1. Januar hörte die Republik Bergkarabach de facto auf zu existieren und das Gebiet geriet unter die vollständige Kontrolle Aserbaidschans.
Die Republik Bergkarabach (seit 2017 Republik Arzach) war von 1991 bis 2024 ein de facto unabhängiger Staat. Während dieser Zeit gab sie ihre eigene Währung heraus, obwohl der armenische Dram im Alltag weiter verbreitet war. 1991–2003: Während dieser Zeit gab die Republik Bergkarabach keine eigenen offiziellen Münzen oder Banknoten heraus. Der aserbaidschanische Manat und der armenische Dram waren auf dem Gebiet im Umlauf. 2003–2004: Die Republik Bergkarabach gab 2003 erstmals Münzen mit eigenem Nennwert (Dram und Luma) und 2004 Banknoten heraus. Diese wurden vor allem zu numismatischen Zwecken und zur Stärkung der nationalen Identität geschaffen. Die Nennwerte der ausgegebenen Münzen waren: 50 Luma, 1 Dram und 5 Dram. Banknoten wurden in den Stückelungen 2, 10, 25, 50, 100 und 500 Dram ausgegeben. 2004–2023: Die Ausgabe von Gedenkmünzen und Banknoten wurde fortgesetzt. Zu den im Umlauf befindlichen Banknoten kamen Banknoten im Wert von 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 Dram hinzu. Der Wechselkurs des Arkah-Dram wurde an den armenischen Dram gekoppelt. 2024: Nach der aserbaidschanischen Offensive im Jahr 2023 hörte die Republik Bergkarabach am 1. Januar 2024 auf zu existieren. Mit diesem Datum verlor auch der armenische Dram seine offizielle Währung. Münzen und Banknoten zeigten häufig Symbole der Republik, historische Persönlichkeiten und kulturelle Relikte. Das ausgegebene Geld war in erster Linie für Sammler bestimmt, und der armenische Dram blieb im alltäglichen Wirtschaftsleben dominant. Der armenische Dram erlangte nie internationale Anerkennung, was mit der begrenzten Anerkennung der Republik einherging.