Die Volksrepublik Rumänien (1947–1965) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, als Rumänien unter sowjetischen Einfluss geriet. Die Volksrepublik wurde am 30. Dezember 1947 ausgerufen, nachdem König Michael I. zur Abdankung gezwungen und die Monarchie gestürzt worden war. Das Land wurde von der Rumänischen Arbeiterpartei (später Rumänische Kommunistische Partei) regiert, die sich am sowjetischen Modell einer stalinistischen Diktatur orientierte. Das kommunistische Regime verstaatlichte Industrie und Land und kollektivierte die Landwirtschaft. Die Industrialisierung war ein wichtiges Ziel, ging jedoch oft auf Kosten der Landwirtschaft und führte zur Verarmung der ländlichen Gebiete. Die Bevölkerung des Landes wuchs schnell und es gab eine erhebliche Binnenmigration in die sich industrialisierenden Städte. Das Regime unterdrückte brutal Andersdenkende: Politische Gegner wurden inhaftiert oder hingerichtet, und die berüchtigte Securitate sorgte für strenge Überwachung. Die Umgestaltung des Bildungssystems und die Gestaltung der Kultur nach sowjetischem Vorbild waren ebenfalls Teil der kommunistischen Transformation. Rumänien gehörte zum Ostblock und war Mitglied des Warschauer Pakts und des COMECON. Unter der Führung von Gheorghe Gheorghiu-Dej löste sich das Land allmählich vom sowjetischen Einfluss, und Mitte der 1960er Jahre begann sich eine nationalkommunistische Linie herauszubilden.
In Rumänien wurde nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 die Monarchie abgeschafft und die Volksrepublik (Republica Populară Română – RPR) ausgerufen. Dieses Ereignis brachte bedeutende Veränderungen im wirtschaftlichen und politischen Leben des Landes mit sich, die sich natürlich auch auf die Münzprägung auswirkten. Zwischen 1947 und 1965 spiegelte das Design von Münzen und Banknoten auch die neue sozialistische Ideologie wider. Die Zeit vor 1947 war in Rumänien von Hyperinflation geprägt, die eine drastische Währungsreform erforderlich machte. Während der am 15. August 1947 eingeführten Währungsreform wurde der alte Leu (ROL) durch den neuen Leu (RON) zu einem Kurs von 20.000 alten Leu = 1 neuen Leu ersetzt. Dieser Schritt stabilisierte die Wirtschaft und legte den Grundstein für den Aufbau eines neuen Währungssystems. Nach der kommunistischen Machtübernahme löste die Einführung der Verfassung von 1948 eine weitere Münzprägewelle aus. Zu dieser Zeit erschienen die ersten Münzen mit dem konkreten Bild der Volksrepublik, auf denen auch sozialistische Symbole (wie Hammer und Sichel oder das Staatswappen) abgebildet waren. Die Stückelungen waren 1, 2, 5, 10 und 20 Bani sowie 1, 2, 5 und 10 Lei. Eine weitere bedeutende Währungsreform fand 1952 statt. Grund dafür war die eingeführte zentralisierte Wirtschaft nach sowjetischem Vorbild und das daran angepasste Preisniveau. Bei der Reform von 1952 entsprach 1 neuer Leu (1952) 20 alten Leu (1947). Die neuen Münzen wurden in den Stückelungen 1, 3, 5, 10, 25 und 50 Bani sowie 1 und 3 Lei geprägt. Auch diese Münzen zeigten deutlich kommunistische Symbolik, etwa Darstellungen industrieller Produktion (Fabriken, Traktoren) und landwirtschaftliche Motive (Getreide). Der Wandel ist auf die späten 1950er und frühen 1960er Jahre zurückzuführen, als die Rumänische Volksrepublik zunehmend nach Unabhängigkeit von der Sowjetunion strebte, was sich auch im Münzwesen widerspiegelte. Obwohl der sozialistische Charakter erhalten blieb, wiesen die 1963 ausgegebenen neuen Münzen im Wert von 1, 3, 5, 10, 15 und 25 Bani sowie 1 Leu ein etwas schlichteres, klareres Design auf.