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- Seleucia ad Calycadnum

Kilikien war eine südöstliche Provinz des Römischen Reiches in Kleinasien an der Mittelmeerküste mit strategisch wichtigen Häfen und Handelsrouten. Die Provinz umfasste mehrere Städte hellenistischen Ursprungs, wie beispielsweise Seleukia an Kalykadnum, wo römische Provinzmünzen mit griechischen Inschriften geprägt wurden. Diese Münzen zeigten oft lokale Götter und Symbole und vereinten griechische und römische Kunsttraditionen.

Seleucia ad Calycadnum Prägung

Die Münzprägung der Provinz Kilikien eröffnet faszinierende Einblicke in das wirtschaftliche, politische und kulturelle Leben der antiken Welt. Diese südostanatolische Region – begrenzt durch das Taurusgebirge und das Mittelmeer – besitzt eine besonders reiche, mehrere Jahrhunderte umfassende numismatische Tradition. Kilikien bestand aus zwei Teilen: dem gebirgigen Kilikien Tracheia und dem tiefliegenden Kilikien Pedias. Das Gebiet geriet unter die Herrschaft des Achämenidenreichs, dann Alexanders des Großen, der Seleukiden und schließlich des Römischen Reiches. Städte – wie Tarsus, Soloi und Mallos – waren wichtige Handels- und religiöse Zentren, in denen eigene Münzen geprägt wurden. Persische Periode (5.–4. Jahrhundert v. Chr.): Lokale Herrscher und Satrapen (z. B. Syennesis) prägten Münzen, oft mit griechischen und aramäischen Inschriften. Hellenistische Periode: Unter den Seleukiden prägten die Städte weiterhin autonom Münzen mit hellenistischer Ikonographie. Römische Periode (ab dem 1. Jahrhundert v. Chr.): Städte prägten Münzen im römischen Stil, oft mit griechischen und aramäischen Inschriften, mit Kaiserporträts und lokalen Göttern. Die Motive auf den Münzen spiegelten religiösen Kult, politische Loyalität und lokale Identität wider. Häufige Darstellungen: Zeus, Artemis, lokale Götter sowie Schiffe, Löwen und Adler. Münzen waren nicht nur ein wirtschaftliches Instrument, sondern auch Propaganda: Städte und Herrscher vermittelten ihre Macht, Religion und kulturellen Werte.


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