Nach der Unabhängigkeitserklärung Vietnams im Jahr 1945 wurde das Land in zwei Teile geteilt: den kommunistischen Norden und den nichtkommunistischen Süden. Diese Teilung wurde nach der Genfer Konferenz 1954 offiziell und die Grenze wurde entlang des 17. nördlichen Breitengrades gezogen. Der südliche Teil, der den Namen „Staat Vietnam“ erhielt, befand sich in einer instabilen und komplizierten politischen Situation. Der ehemalige Herrscher Bảo Đại wurde Staatsoberhaupt. Ziel des neuen Staates war es, der Expansion des kommunistischen Nordens Widerstand zu leisten und die Beziehungen zum Westen aufrechtzuerhalten. Als ehemalige Kolonialmacht übte Frankreich weiterhin erheblichen Einfluss in Südvietnam aus. Die Präsenz französischer Truppen trug zur Stabilisierung der Lage bei, behinderte aber gleichzeitig auch die Unabhängigkeitsbestrebungen. Es gab viele politische Parteien und Fraktionen im Land, die oft miteinander in Konflikt gerieten. Korruption und soziale Ungleichheit verstärkten die Spannungen zusätzlich. Kommunistische Vietminh-Aufständische griffen kontinuierlich die Regierungstruppen im Süden an und erfreuten sich bei der Landbevölkerung großer Beliebtheit. Nach einem Referendum mit fragwürdigen Ergebnissen kam Ngô Đình Diệm an die Macht. Diệm etablierte ein Einparteiensystem und unterdrückte die Opposition. Die Verfolgung von Buddhisten verschärfte die sozialen Spannungen zusätzlich. Die Vereinigten Staaten leisteten Diệm erhebliche militärische und wirtschaftliche Unterstützung in der Hoffnung, dass er die Ausbreitung des Kommunismus in Südasien stoppen könnte.
Die späten 1940er und frühen 1950er Jahre waren in Vietnam äußerst turbulente Zeiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte Frankreich, seine Kolonialherrschaft wiederherzustellen, was einen Aufstand auslöste. Im Jahr 1949 gründeten nichtkommunistische Kräfte unter der Führung des ehemaligen Kaisers Bảo Đại den Staat Vietnam mit Sitz in Saigon. Dieser Staat, der später in Südvietnam umgewandelt wurde, markierte eine kurze, aber bedeutende Periode in der vietnamesischen Geschichte. In dieser Zeit begann Südvietnam mit der Prägung seiner eigenen Währung. Der Name der Währung war Đồng, die noch immer die offizielle Währung Vietnams ist. Der Hauptzweck der Einführung des neuen Geldes bestand darin, sich vom französischen Finanzsystem zu lösen und die wirtschaftliche Unabhängigkeit des neuen Staates zu stärken. Die in der Zeit von 1949 bis 1955 geprägten Đồng-Münzen und -Banknoten zeigten in der Regel Elemente der vietnamesischen Kultur und Geschichte. Bei der Gestaltung wurde großer Wert auf die Stärkung der nationalen Identität gelegt. Münzen und Banknoten wurden in unterschiedlichen Stückelungen ausgegeben, wobei die Ausgabemenge an die wirtschaftliche Lage des Staates angepasst wurde. Die ständige politische Instabilität und die Kriegssituation wirkten sich negativ auf die Stabilität der Währung aus. Die Inflation war hoch und der Wert des Geldes schwankte ständig. 1955 entließ Ngô Đình Diệm Kaiser Bảo Đại nach einem Referendum von der Macht und proklamierte die Republik Vietnam. Dies markierte den Beginn einer neuen Ära in der Geschichte Südvietnams und die Münzprägung nahm eine neue Richtung. Die neue Regierung verwendete weiterhin den đồng als Währung, aber das Aussehen und der Wert der Währung änderten sich weiterhin.