Der Sturz der griechischen Militärjunta im Jahr 1974 markierte einen Wendepunkt in der griechischen Geschichte. Damit endete eine siebenjährige Diktatur und die Dritte Hellenische Republik begann, deren Ziel die Wiederherstellung und Festigung der Demokratie war. Nach dem Sturz der Junta wurde unter der Führung von Konstantinos Karamanlis eine Regierung der nationalen Einheit gebildet. Die Hauptaufgabe der Regierung bestand darin, demokratische Institutionen wiederherzustellen. In diesem Rahmen wurde 1974 eine neue Verfassung verabschiedet, die eine solide Grundlage für die parlamentarische Republik schuf. Es fanden freie und faire Wahlen statt, aus denen Karamanlis‘ Partei Neue Demokratie siegte. Die von der Junta verhängten Einschränkungen der politischen Freiheiten wurden aufgehoben. Die Armee wurde unter zivile Kontrolle gestellt. In dieser Zeit kam es auch zu bedeutenden Veränderungen in der griechischen Außenpolitik. Aufgrund der Zypernkrise zog sich das Land aus dem militärischen Flügel der NATO zurück und begann Verhandlungen über einen Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Die Panhellenische Sozialistische Bewegung (PASOK) unter Andreas Papandreou gewann die Parlamentswahlen 1981. Dies markierte einen bedeutenden politischen Wandel und leitete eine neue Ära in der Geschichte Griechenlands ein. Unter der PASZOK-Regierung wurden mehrere Sozialreformen eingeführt, darunter der Aufbau eines Wohlfahrtsstaates und die Ausweitung der Arbeitnehmerrechte. Der Beitritt Griechenlands zur EWG erfolgte im Jahr 1981, was eine bedeutende wirtschaftliche und politische Integration mit Europa bedeutete. Außenpolitisch nahm Griechenland eine aktivere Rolle in internationalen Organisationen und der regionalen Zusammenarbeit ein. In den folgenden Jahrzehnten wechselten sich die beiden großen Parteien Nea Dimokratia und PASOK an der Regierung ab. Das Land verzeichnete zwar eine wirtschaftliche Entwicklung, kämpfte aber auch mit strukturellen Problemen wie hoher Staatsverschuldung und Bürokratie. Anfang der 2010er Jahre geriet Griechenland in eine schwere Wirtschaftskrise. Dies führte zu schweren sozialen Spannungen und politischen Veränderungen. Die Sparmaßnahmen stärkten kleinere, radikalere Parteien. Die linke Syriza-Partei unter Führung von Alexis Tsipras gewann die Wahlen 2015. Die Syriza-Regierung versuchte, sich den Sparmaßnahmen der internationalen Gläubiger zu widersetzen, war aber letztlich gezwungen, ein weiteres Rettungspaket zu akzeptieren. Die Wahlen 2019 gewann die Nea Dimokratia unter Führung von Kyriakos Mitsotakis. Die derzeitige Regierung konzentriert sich auf die Ankurbelung der Wirtschaft und die Schaffung von Stabilität. Die Dritte Hellenische Republik war eine Zeit der Konsolidierung der Demokratie, der wirtschaftlichen und sozialen Modernisierung und der europäischen Integration. Das Land stand vor vielen Herausforderungen, insbesondere während der Wirtschaftskrise, doch die demokratischen Institutionen bewahrten ihre Stabilität.
Die Dritte Hellenische Republik nutzt seit ihrer Gründung 1974 zwei Hauptwährungen: die griechische Drachme (1974–2001) und den Euro (2002 bis heute). Nach dem Sturz der Militärjunta 1974 blieb die griechische Drachme die offizielle Währung. In dieser Zeit wurden zahlreiche Münzen in unterschiedlichen Stückelungen und Materialien ausgegeben. Lepto (1, 2, 5, 10, 20, 50) und Drachmen (1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 500). Aluminium, Aluminiumbronze, Kupfernickel, Nickelbronze. Auf den Münzen waren häufig historische Figuren (z. B. Aristoteles, Homer, Perikles), mythologische Figuren (z. B. Athenas Eule), nationale Symbole und moderne Themen (z. B. Schiffe) abgebildet. Die 1- und 2-Lepto-Münzen wurden nie in Umlauf gebracht. 1982 wurde der Plural der Drachme von „Drachmai“ in „Drachmes“ geändert. Griechenland trat 2001 der Eurozone bei und der Euro ersetzte die Drachme am 1. Januar 2002. Die nationale Seite der griechischen Euromünzen weist pro Nennwert drei verschiedene Motive auf, die jeweils ein Werk des Bildhauers Georges Stamatopoulos sind: 1-€- und 2-€-Münzen: Mythologische Themen (Zeus und Europa, Eule aus einer athenischen Drachme aus dem 5. Jahrhundert v. Chr.). 10, 20 und 50 Cent: Prominente griechische Politiker (Eleftherios Venizelos, Ioannis Kapodistrias, Rigas Fereos). 1, 2 und 5 Cent: Griechische Schiffe (moderner Tanker, Korvette, Athener Trireme). Die Geschichte der griechischen Münzen seit 1974 spiegelt die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen des Landes sowie den Respekt vor der nationalen Identität und dem historischen Erbe wider.