Kataloniens Geschichte ist reich und vielfältig, voller Eroberungen, kultureller Blüte und politischer Kämpfe. Das Gebiet des heutigen Kataloniens wurde zunächst von iberischen und keltischen Stämmen bewohnt, die sich im 8. Jahrhundert v. Chr. zu einem keltisch-iberischen Volk vereinten. Später gründeten Phönizier und Punier Kolonien wie Barcino (das heutige Barcelona). Nach den Punischen Kriegen übernahmen die Römer die Macht und das Gebiet wurde Teil des Römischen Reiches. Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches siedelten sich germanische Gotenstämme an, und 711 eroberten die Araber Hispanien. Fast ein Jahrhundert lang stand Katalonien unter arabischer Herrschaft. 801 eroberten die Franken Barcelona zurück und gründeten die Marca Hispanica, einen Pufferstaat zwischen fränkischen und arabischen Gebieten. Ab Ende des 9. Jahrhunderts genossen die Grafschaften zunehmende Autonomie und das Herzogtum Katalonien wurde gegründet. Graf Wilfred I. (Wilfred el Pilós) bestätigte Ende des 9. Jahrhunderts die Unabhängigkeit des Fürstentums. Der Legende nach schuf er die katalanische Flagge: Er zeichnete vier Streifen seiner blutenden Wunden auf seinen goldenen Schild – dies wurde zur Grundlage der „Senyera“. Im Jahr 1060 schuf Ramón Berenguer I. die Usatges de Barcelona, eine Gesetzessammlung, die zur Grundlage des katalanischen Rechts wurde. Im 12. Jahrhundert vereinigte sich Katalonien mit Aragonien, und gemeinsam gründeten sie die Krone von Aragonien, die zu einer der mächtigsten Seemächte im Mittelmeerraum wurde. Im Laufe der Geschichte verlor Katalonien mehrmals seine Autonomie, bewahrte aber stets seine Sprache und Kultur. Im 20. Jahrhundert und insbesondere nach dem Unabhängigkeitsreferendum 2017 rückte es wieder ins Rampenlicht.
Das Fürstentum Katalonien, obwohl zeitweise unter der Herrschaft der spanischen Krone, besaß eine beträchtliche Autonomie, die sich auch in seinem Münzwesen widerspiegelte. Barcelona, die Hauptstadt des Fürstentums, war im Mittelalter und in der frühen Neuzeit ein bedeutendes Münzzentrum. Das katalanische Münzwesen erlebte ab dem 11. und 12. Jahrhundert seine Blütezeit und hatte seine ganz eigenen Besonderheiten. Neben den Denaren und Obuli Barcelonas (Münzen mit kleinem Nennwert) prägte das Fürstentum Katalonien ab dem 13. Jahrhundert auch Flamenca aus Gold und Gros aus Silber. Diese Münzen trugen oft die Namen und Wappen lokaler Herrscher, wie der Grafen von Barcelona und später der Könige von Aragon. In Katalonien war das Münzrecht in Privilegien und lokalen Gesetzen verankert. Katalanische Städte und Adlige durften zudem eigene Münzen prägen, was das Münzangebot weiter diversifizierte. Im 17. Jahrhundert, während des katalanischen Aufstands (1640–1659), begann Katalonien, eigene unabhängige Münzen als Symbol der Trennung von der spanischen Krone zu prägen. Diese Münzen trugen oft die Aufschrift „Principat de Catalunya“ (Fürstentum Katalonien) und das katalanische Wappen.