Die Volksrepublik Angola war ein sozialistischer Staat, der von 1975 bis 1992 in Angola existierte. Sie entstand nach der Unabhängigkeit von der portugiesischen Kolonialherrschaft und war im Kontext des Kalten Krieges ein enger Verbündeter der Sowjetunion und Kubas. Allerdings geriet das Land bald in einen langen und blutigen Bürgerkrieg, an dem sich auch verschiedene politische Kräfte und ausländische Mächte beteiligten. Nach der portugiesischen Nelkenrevolution von 1974 erlangte Angola 1975 seine Unabhängigkeit. Es kam jedoch zu erbitterten Kämpfen um die Kontrolle des Landes zwischen den drei wichtigsten Unabhängigkeitsbewegungen – der Bewegung für die Volksbefreiung Angolas (MPLA), der Nationalen Union für völlige Unabhängigkeit (UNITA) und der Nationalen Befreiungsfront (FNLA). Die MPLA kam schließlich mit Unterstützung der Sowjetunion und Kubas an die Macht und rief die Volksrepublik Angola aus. Die UNITA gab jedoch mit Unterstützung der USA und Südafrikas den Kampf nicht auf und führte einen Guerillakrieg gegen die MPLA in weiten Teilen des Landes. Der Bürgerkrieg dauerte Jahrzehnte und verwüstete Angola. Hunderttausende Menschen starben bei den Kämpfen, Millionen mussten ihre Heimat verlassen und die Wirtschaft des Landes war ruiniert. Nach ihrer Machtübernahme begann die MPLA mit dem Aufbau eines sozialistischen Systems in Angola. Die Regierung verstaatlichte Großkonzerne, führte das Kollektivwirtschaftssystem ein und knüpfte enge Beziehungen zur Sowjetunion und anderen sozialistischen Ländern. Allerdings wurde das sozialistische System im Land nie vollständig etabliert und war mit vielen Problemen konfrontiert. Korruption, Bürokratie und wirtschaftliche Schwierigkeiten untergruben die Legitimität des Systems. Nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Zusammenbruch der Sowjetunion veränderte sich die internationale Lage und auch der angolanische Bürgerkrieg trat in eine neue Phase. 1991 einigten sich MPLA und UNITA auf Frieden und demokratische Wahlen. Bei den Wahlen 1992 gewann die MPLA, aber die UNITA gab sich nicht geschlagen und es kam erneut zu Kämpfen. Im Jahr 2002 kam es schließlich zu einem endgültigen Frieden in Angola. Das Land hat einen langen Weg des Aufschwungs beschritten, doch die Folgen des Bürgerkriegs sind noch heute spürbar.
1975-1992. Während der Existenz der Volksrepublik Angola kam es zu einer Reihe von Währungsreformen und finanziellen Veränderungen. Aufgrund der äußerst instabilen politischen und wirtschaftlichen Lage zeigt sich ein komplexes und sich ständig veränderndes Bild. Nach der Unabhängigkeit 1975 geriet Angola in einen langen und blutigen Bürgerkrieg, der das Finanzsystem erheblich beeinträchtigte. Aufgrund des ständigen Konflikts, der Wirtschaftssanktionen und der Inflation schwankte der Wert des Geldes ständig und die Münzprägung änderte sich entsprechend. In der Kriegssituation diente das Geld hauptsächlich den militärischen Ausgaben und der Zivilwirtschaft eine Nebenrolle bekam Aufgrund des ständigen Gelddruckens und der wirtschaftlichen Unsicherheit war die Inflation extrem hoch. Während des Krieges verbreitete sich auch die Fälschung, was die Stabilität des Geldes weiter verschlechterte. Während des Krieges war häufig Geld aus anderen Ländern im Umlauf.