Das Königreich Jugoslawien wurde 1929 gegründet, als König Alexander I. das Parlament auflöste und den Namen des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen in Jugoslawien änderte. Ziel der königlichen Diktatur war es, die internen ethnischen Spannungen abzubauen. Die zentralisierte Macht verschärfte die Konflikte jedoch noch weiter. Nach der Ermordung Alexanders I. im Jahr 1934 wurde sein Sohn Alexander II. Peter bestieg den Thron, doch die politische Instabilität des Landes nahm zu. Während des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1941 marschierten die Achsenmächte in Jugoslawien ein und führten zur Auflösung des Königreichs.
Das Münzwesen des Königreichs Jugoslawien (1929–1941) basierte auf dem jugoslawischen Dinar, der bereits die offizielle Währung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (1918–1929) war. Die Nennwerte der im Umlauf befindlichen Münzen waren wie folgt: Nickel: 50 Para, 1 Dinar, Bronze: 2 Para, 5 Para, 10 Para, 20 Para, Silber: 10 Dinar, 20 Dinar, 50 Dinar. Auf der Vorderseite der Münzen war üblicherweise der König Alexander I. (1921–1934) oder Alexander II. abgebildet. Sie zeigten das Porträt von König Peter (1934–1945) und auf der Rückseite das Staatswappen oder andere Symbole. Die Inschriften waren sowohl in kyrillischer als auch in lateinischer Schrift verfasst und spiegelten die Multiethnizität des Landes wider. Die Nennwerte der Banknoten variierten in einem größeren Bereich: 5 Dinar, 10 Dinar, 20 Dinar, 50 Dinar, 100 Dinar, 500 Dinar, 1000 Dinar. Die Banknoten zeigten außerdem das Bild des jeweiligen Herrschers sowie verschiedene historische und kulturelle Motive. Auch hier erschienen die Inschriften in kyrillischer und lateinischer Schrift. Das Münzwesen des Königreichs Jugoslawien basierte im Wesentlichen auf dem Währungssystem des ehemaligen Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen. Herrscherporträts spielten auf Münzen und Banknoten eine zentrale Rolle. Die parallele Verwendung kyrillischer und lateinischer Buchstaben auf den Banknoten spiegelte die kulturelle Vielfalt des Landes wider. In den späten 1930er Jahren und zu Beginn des Zweiten Weltkriegs kam es mit der Verschlechterung der Wirtschaftslage auch zur Inflation, die zu einer Wertminderung des Geldes führte. Die deutsche Besetzung und Zerstückelung Jugoslawiens im Jahr 1941 markierte das Ende des königlichen Währungssystems. In den besetzten Gebieten wurden neue Währungen eingeführt und der jugoslawische Dinar verschwand nach und nach aus dem Verkehr.