Nach der Unabhängigkeitserklärung Albaniens im Jahr 1912 erlebte das Land eine lange und turbulente Zeit. Viele interne Kämpfe und externe Interventionen erschwerten die Errichtung eines stabilen Staates. Amet Zogu, der 1925 der allmächtige Präsident des Landes wurde, trat in diese chaotische Situation ein und war ein charismatischer und ehrgeiziger Politiker, der die verschiedenen Stämme und Clans des Landes erfolgreich vereinte. 1925 wählte ihn das albanische Parlament zum vollmächtigen Präsidenten des Landes. Dieser Schritt stärkte die Zentralmacht erheblich und leitete den Modernisierungsprozess des Landes ein. 1928 proklamierte Zogu unter Ausnutzung der günstigen innenpolitischen Lage eine Monarchie und wurde unter dem Namen Zog I. König von Albanien. Dieser Schritt bedeutete jedoch nicht das vollständige Ende der Republik, da der neue Staat viele republikanische Institutionen beibehielt und die Regierung stark zentralisiert war und der Großteil der Macht in den Händen des Präsidenten konzentriert war. Die neue Führung legte großen Wert auf die Modernisierung des Landes, den Ausbau der Infrastruktur, Bildung und die Neuorganisation der Armee. Unter Zogus Herrschaft stellte sich in Albanien eine relative Stabilität ein, die die Entwicklung der Wirtschaft und die Regelung der Außenbeziehungen ermöglichte. Zogus Regierung zeigte autoritäre Züge, politische Gegner wurden unterdrückt und die Presse zensiert. Die Zeit zwischen 1925 und 1928 war entscheidend in der Geschichte Albaniens. Unter Zogus Herrschaft gelang es dem Land, aus dem Chaos herauszukommen und einen modernen, zentralisierten Staat zu errichten. Obwohl Zogus Herrschaft autoritär war, trug sie zur Stabilisierung und Entwicklung des Landes bei, bis 1939 Italien in Albanien einmarschierte. Der König wurde ins Exil gezwungen und konnte nach dem Zweiten Weltkrieg nur für kurze Zeit in sein Land zurückkehren. Die Erste Republik Albanien war eine kurze, aber bedeutende Periode in der Geschichte des Landes. Unter der Führung von Amet Zogu entwickelte sich Albanien zu einem modernen, zentralisierten Staat, doch das Schicksal des Landes stand unter dem Einfluss äußerer Kräfte und der Zweite Weltkrieg brachte weitere Stürme mit sich.
Während der Ersten Republik Albanien (1925–1928) spielten die Münz- und Währungspolitik eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung der Wirtschaft des Landes. Die 1925 gegründete Nationalbank Albaniens war für die Verwaltung der Finanzpolitik verantwortlich, und in dieser Zeit wurde im Land der albanische Goldfranken eingeführt. Während der Ersten Republik bestand das Hauptziel der Geldpolitik darin, die Wirtschaft zu stabilisieren und zu unterstützen unabhängige albanische Währung. Die Wirtschaft des Landes war in diesem Zeitraum noch schwach und die Regierung ergriff mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftslage, darunter die Verschärfung der Zölle und Außenhandelsbeschränkungen.