Die Tschechoslowakische Sozialistische Republik (ČSSR) war von den 1960er Jahren bis zur „Samtenen Revolution“ von 1989 ein bedeutendes Mitglied des sozialistischen Blocks. In dieser Zeit erlebte das Land bedeutende soziale, wirtschaftliche und politische Veränderungen. Ende der 1960er Jahre startete die Tschechoslowakische Kommunistische Partei einen Reformprozess, der 1968 zu erheblichen Liberalisierungsbemühungen führte Der Prager Frühling. Ziel der Reformen war es, dem Sozialismus ein „menschliches Gesicht“ zu verleihen, das den Bürgern, der Presse und den Künsten größere Freiheiten verschafft hätte. Die Sowjetunion sah diese Veränderungen jedoch als Bedrohung an und marschierte im August 1968 in die Tschechoslowakei ein. Die sowjetische Besatzung setzte den Reformen ein Ende und in den folgenden Jahrzehnten festigte die hartnäckige kommunistische Führung ihre Macht. Auf die sowjetische Besatzung folgte eine Phase der Normalisierung, in der die Kommunistische Partei ihre Kontrolle über alle Bereiche der Gesellschaft ausweitete. Die Ergebnisse der Reformen wurden zurückgenommen und die politische Unterdrückung verschärfte sich. In den 1970er und 1980er Jahren stagnierte die Wirtschaft der Tschechoslowakei und die soziale Unzufriedenheit wuchs. Das System schien zunehmend veraltet und den Herausforderungen einer sich verändernden Welt nicht gewachsen. Ende der 1980er Jahre wurde die Krise der sozialistischen Systeme weltweit deutlich. Auch in der Tschechoslowakei kam es zu sozialem Widerstand, der 1989 zur „Samtenen Revolution“ führte. Infolge friedlicher Demonstrationen und zivilen Ungehorsams musste die Kommunistische Partei die Macht abgeben. Nach dem Regimewechsel wurde die Tschechoslowakei zu einem demokratischen Staat, der 1993 in die Tschechische Republik und die Slowakei aufgeteilt wurde.
Die Münzprägung in der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik zwischen den 1960er und 1990er Jahren spiegelte die Merkmale der sozialistischen Wirtschaft wider. Die Währung, die tschechoslowakische Krone, war relativ stabil, doch die Auswirkungen staatlicher Planungen und Beschränkungen waren im Geldumlauf spürbar. Die Prägung stand vollständig unter staatlicher Aufsicht. Die Höhe und Form der Geldausgabe wurde durch die zentrale Planung festgelegt. Auf Münzen und Banknoten waren sozialistische Symbole wie der rote Stern, Hammer und Sichel sowie Porträts von Partei- und Staatsführern abgebildet. Die Auswahl an Münzen und Banknoten war begrenzt, überwiegend waren kleinere Nennwerte im Umlauf. In den 1970er und 1980er Jahren stieg die Inflation allmählich an, was zu einem Rückgang des Lebensstandards führte. Der Wechselkurs der tschechoslowakischen Krone war in den Ländern des sozialistischen Blocks relativ stabil, im Vergleich zum Weltmarktkurs jedoch unterbewertet. Die Münzprägung war eines der wichtigen Instrumente der sozialistischen Wirtschaft, mit deren Hilfe der Staat den Geldumlauf und die Wirtschaftsprozesse steuerte. Münzen und Banknoten waren ein Mittel zur Verbreitung der sozialistischen Ideologie. Münzen und Banknoten aus der Zeit des Sozialismus sind heute Sammlerstücke, vor allem die selteneren Stücke. Nach dem Regimewechsel führte die Tschechoslowakei eine neue Währung ein, die Krone ersetzte die tschechoslowakische Krone. Mit der Einführung der neuen Währung wurde die sozialistische Münzprägung eingestellt und der Geldumlauf begann nach Marktmechanismen zu funktionieren.