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Deutsche Staaten - Königreich Württemberg

Das Königreich Württemberg war ein deutscher Staat, der von 1806 bis 1918 existierte. Es entstand nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches und wurde 1871 ein Gliedstaat des Deutschen Reiches. Die Wirtschaft des Königreichs basierte hauptsächlich auf Landwirtschaft und Handwerk, doch im 19. Jahrhundert begann sich auch die Industrie stark zu entwickeln. Auch in den Bereichen Kultur und Bildung war Württemberg führend; viele berühmte Wissenschaftler und Künstler stammten von hier. Nach dem Ersten Weltkrieg hörte das Königreich auf zu existieren und wurde Teil der Weimarer Republik.

Königreich Württemberg Prägung

Die Münzprägung im Königreich Württemberg dauerte von der Gründung des Königreichs im Jahr 1806 bis zu seiner Auflösung im Jahr 1918. Während dieser Zeit erfuhr das Währungssystem des Königreichs mehrere bedeutende Veränderungen. Das Königreich verwendete zunächst das auf Gulden basierende Währungssystem, das in den süddeutschen Ländern bereits weit verbreitet war. Die Einheiten des württembergischen Guldens waren wie folgt: 1 Gulden = 60 Kreuzer, 1 Kreuzer = 4 Pfennig. Es wurden auch Gold-, Silber- und Kupfermünzen geprägt. Zu den Goldmünzen gehörten Dukaten und Forint, zu den Silbermünzen zählten Taler und verschiedene Guldenmünzen (z. B. Halb-, Ein- und Zweigulden). Kupfermünzen stellten kleinere Stückelungen dar (z. B. 1/2, 1, 2, 4 Kreuzer). Auf den Münzen waren häufig das württembergische Wappen und das Porträt des Herrschers abgebildet. Nach der Gründung des Deutschen Reiches im Jahr 1871 wechselten die meisten deutschen Staaten, darunter auch Württemberg, zum Reichswährungssystem, das auf der Mark basierte. Die Einheiten des neuen Währungssystems waren: 1 Mark = 100 Pfennig. Die Münzstätte Württemberg prägte weiterhin Münzen, diese entsprachen nun jedoch den Reichsnormen. Zu den Nominalen gehörten silberne 2-, 3- und 5-Mark-Münzen sowie kleinere Kupfer- und Nickelpfennigmünzen. Interessanterweise hatten die deutschen Staaten das Recht, das Porträt ihres eigenen Herrschers auf den goldenen 10- und 20-Mark-Münzen abzubilden. So existieren sie. Außerdem 10-Mark-Goldmünzen mit einem Porträt von König Wilhelm von Württemberg. Württembergische Münzen wurden hauptsächlich in der Münzstätte Stuttgart geprägt. Auf Münzen findet sich häufig das Münzzeichen „F“, das auf die Stadt Freudenstadt verweist, wo zeitweise auch eine Münzstätte betrieben wurde.


Königreich Württemberg Geld