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Deutschland - Pforzheim

Die Geschichte Pforzheims reicht bis in die Römerzeit zurück. Um das Jahr 90 n. Chr. entstand an der Stelle der Stadt eine römische Siedlung namens Portus. Daher stammt auch der Name der Stadt. Im Jahr 1067 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt, um 1080 erhielt sie das Messerecht. Im 16. Jahrhundert erlitt die Stadt einen schweren Brand und wurde im 18. Jahrhundert zur Residenz der Markgrafen von Baden. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Pforzheim zu einem Zentrum der Schmuck- und Uhrenindustrie, daher auch der Name „Goldstadt“. Während des Zweiten Weltkriegs wurden am 23. Februar 1945 bei einem schweren Bombenangriff 80 % der Stadt zerstört, wobei 18.000 Menschen starben. Der Wiederaufbau dauerte Jahrzehnte, doch heute ist Pforzheim wieder ein florierendes Industrie- und Kulturzentrum.

Pforzheim Prägung

Pforzheim, eine Stadt im Südwesten Deutschlands in Baden-Württemberg, spielte und spielt in der Geschichte der Münzprägung und Edelmetallverarbeitung eine bedeutende Rolle. Nicht umsonst trägt sie den Namen „Goldstadt“. Die Münztraditionen der Stadt sind tief verwurzelt. Obwohl Pforzheim keine offizielle staatliche Münzstätte war, waren hier viele private Firmen und Unternehmen tätig, die Münzen, Medaillen und andere Produkte aus Edelmetall herstellten. Bereits im 18. Jahrhundert entstand in der Stadt die Uhrmacherei, gefolgt von der Schmuckherstellung. Damit wurde der Grundstein für die Kompetenz in der Edelmetallverarbeitung gelegt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Pforzheim zu einem der bedeutendsten Zentren der Gold- und Silberproduktion in Deutschland. Zu dieser Zeit entstanden bedeutende Unternehmen wie Heimerle + Meule (gegründet 1845, Deutschlands älteste kombinierte Gold- und Silberscheideanstalt) und C. Hafner (gegründet 1850), die bis heute dominierende Akteure auf dem Edelmetallmarkt sind und auch Anlagegoldbarren und -münzen herstellen. In Pforzheim war die Kunstmünzstätte B.H. Mayer (1871–1999) tätig, die neben Kursmünzen auch zahlreiche Gedenkmedaillen und -medaillons herstellte. Hierzu zählen Kriegshilfsmünzen und Gedenkmedaillen. In Pforzheim wurden von privaten Firmen häufig Münzen und Medaillen für unterschiedliche Zwecke hergestellt, beispielsweise städtische Gedenkmedaillen, Sportmedaillen, Jubiläumsmünzen und Stücke für Werbezwecke. Pforzheims Ruf in der Schmuck- und Uhrenindustrie sowie der Edelmetallverarbeitung ist in Deutschland einzigartig. Darüber hinaus ist die Stadt Sitz der einzigen Goldschmiede- und Uhrmacherschule Deutschlands, was das Image der „Goldstadt“ zusätzlich stärkt. Obwohl die offiziellen deutschen Euromünzen in anderen staatlichen Münzstätten (wie etwa Karlsruhe oder Stuttgart) geprägt werden, bleibt Pforzheim über private Unternehmen ein aktiver Akteur im Gold- und Münzmarkt, insbesondere im Bereich der Anlage- und Gedenkmünzen.


Pforzheim Geld